Ziegelei Museum
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Mittwoch 23. Januar 2019

Workshop im Ziegelei-Museum

Am 17. und 18. Januar 2019 wurde im Ziegelei-Museum ein Workshop zur vorindustriellen Ziegelproduktion in Österreich abgehalten. In untenstehender Pressemitteilung wird über die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Workshop berichtet.

Multinationaler Workshop zu historischer Baukeramik

Das Ziegelei-Museum Cham lud am 17. und 18. Januar 2019 zu einem wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch über die vorindustrielle Ziegeleientwicklung in Österreich ein. Dabei eröffneten Georges Helfenstein, Gemeindepräsident von Cham und Stiftungsrat des Ziegelei-Museums, zusammen mit Jürg Goll, Museumsleiter des Ziegelei-Museums, den Workshop. Im Fokus standen die Auslegeordnung über den aktuellen Wissenstand in der Dachziegelforschung. Sie soll den anwesenden Fachleuten einen Überblick über Entwicklungslinien in der Dachdeckung sowie die Eigenheiten verschiedener Dachziegeltypen und deren Einbettung in die Dachlandschaft verschaffen. Zu diesem Zweck folgten viele Fachleute aus ganz Mitteleuropa der Einladung und machten sich auf den Weg nach Cham. Der Workshop wurde finanziert von der Gemeinde Cham, dem Kanton Zug sowie von der Schweizerischen und Österreichischen Ziegelindustrie.

Die ausgewiesenen Experten aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Tschechien und der Slowakei berichteten von ihren Beobachtungen zu mittelalterlichen und neuzeitlichen Ziegeln und historischer Bausubstanz. Unter ihnen waren Archäologen, Denkmalpfleger, Historiker, Bauforscher, Architekten, Museumsfachleute und weitere am Thema interessierte Personen.

Der zweitägige Workshop brachte eine erstaunliche Vielfalt an Ziegeln, Formen und Gestaltungsmöglichkeiten zu Tage. Darin eingeschlossen sind das Grabmonument Friedrich III., das Dach des Stephansdoms, ein mittelalterliches Hohlziegeldach in Krems, die Dachlandschaft von Graz bis zu Tiroler Dachdeckungen. Daneben wurden auch etliche Forschungslücken sichtbar. Unter anderem wurde festgestellt, dass Dachdeckungen mit ihrem gesamten Formen- und Farbenspektrum nur in wenigen Fällen umfassend dokumentiert werden. Für den Schutz von Dächern und Dachlandschaften fehlt bislang das gesellschaftliche Bewusstsein. Das Dach als fünfte Fassade offenbart das reichhaltige Kulturerbe des Zieglerhandwerks. Umso essenzieller ist der Schutz noch bestehender vorindustrieller Dachdeckungen.

Bereichert mit neuen Erkenntnissen und Denkanstössen verliessen die Teilnehmer unter strahlendem Sonnenschein das Ziegelei-Museum. Der Grundstein für eine verstärkte Zusammenarbeit zum Schutz der erhaltenswerten Dachlandschaften von Dörfern, Städten, Klöster und Burgen konnte erfolgreich gelegt werden.

 

Mario Stockmaier, Fachstelle, Ziegelei-Museum
Judith Matter, Leiterin Bildung und Vermittlung, Ziegelei-Museum.

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Workshop im Ziegelei-Museum
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