Die Ziegelhütte Meienberg wurde um 1860/70 von Martin Lörch
in einfachster Holzbauweise erstellt und 1887 um einen gleich
grossen Teil erweitert. Unter dem zweigiebligen Scheunendach
befinden sich zwei Werkplätze, verteilt auf zwei Geschosse,
Trockengestelle auf drei Geschossen und ein oben offener
Kammerofen.
Nach dem letzten Brand von 1933 stellte der Sohn des Erbauers,
Caspar Lörch, den unrentabel gewordenen Betrieb ein. Seit dieser
Zeit wurde die Hütte nicht mehr richtig unterhalten. Sie stand
1978 unmittelbar vor dem Abbruch. Dank der Stiftung konnte dieses
durch seine Einfachheit bestechende Bauwerk aus vorindustrieller
Zeit renoviert und in seiner ursprünglichen, naturnahen Umgebung
nahezu unversehrt erhalten werden. |
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Die Ziegelhütte als Zeugnis für eine jahrhundertealte
handwerkliche Tradition steht heute unter dem Schutz des Kantons
und der Eidgenossenschaft.
Wertvolles Biotop
Die ehemalige Lehmgrube direkt neben der Hütte entwickelte
sich mit der Zeit zu einer Tümpellandschaft mit offener Wasserfläche,
die an ein Flachmoor mit extensiver Streue-Nutzung anstösst. Die
Nachbarschaft dieser beiden unterschiedlichen Vegetationszonen
liess ein wertvolles Biotop mit seltenen Pflanzen- und Tierarten
entstehen. Es steht heute unter Naturschutz. Eigentümerin und Hüterin
dieses Natur-Idylls ist die Stiftung Ziegelei-Museum. |